Mit stark dezimiertem Kader reisten die Damen des HC Sachsen am Samstag nach „Görliwood“. Schon lange Zeit als bekannter Gegner in der Verbandsliga, aber stets als Wundertüte unterwegs, weiß man doch nie so recht, wer alles in den jeweiligen Partien präsent ist.
Entgegen vorheriger Hinweise zum bestmöglichen Auftreten, wurde man durch eine 4:0-Folge der Gastgeberinnen direkt mal in die Schranken gewiesen, dass dies kein lockerer Spaziergang werden würde.
Erst nach beinahe 6 Minuten konnten die Gäste aus Neustadt ihren ersten Treffer erzielen, der allerdings keinen wirklichen Befreiungsschlag darstellte.
Die Görlitzerinnen hielten souverän an ihrem Ablauf fest und schlossen nahezu jeden Angriff, auch geschuldet einer viel zu passiven Abwehr der Neustädterinnen, erfolgreich ab. Mangels Wurfgewalt aus dem Rückraum waren die Gäste gezwungen, durch wiederholte 1:1-Handlungen zu ihren Toren zu kommen. Vor allem zu Beginn fiel dies besonders schwer, fehlte es vor allem am nötigen Mut zur Lücke sowie der Entschlossenheit, Verantwortung zu übernehmen.
Besonders das Ende der ersten Halbzeit dürfte für alle mitgereisten Anwesenden kein Augenschmaus gewesen sein.
Sichtlich gefrustet ging es also in die Pause, in welcher man erstmal die passenden Worte finden musste. Klar war auf jeden Fall, dass man sich definitiv anders präsentieren muss, um das Endergebnis nicht ausarten zu lassen.
Mit Blick auf die Abwehr der HCS‘lerinnen schien die Ansprache gefruchtet zu haben. Mit lockereren Beinen und festerem Griff konnte man zumindest einige Torversuche seitens der „Gööörls“ verhindern und deren Angriffsspiel erschweren. Leider konnte man im Umkehrschluss die gewonnenen Bälle nur selten erfolgreich verwandeln, stand die Chancenverwertung auch an diesem Tag nicht wirklich unter gutem Stern. Mit häufigen Positionswechseln versuchte man alles an diesem Tag Mögliche herauszuholen, was mal mehr und mal weniger gut funktionierte.
Trotz erheblicher Tordifferenz kämpfte man um jedes Tor und hielt die Köpfe bis zum Schluss oben. Mit einem deutlichen 37:19 steckte man eine bittere Niederlage ein, welche man schnellstmöglich verdauen sollte. Aller Fokus liegt nun auf dem letzten Spieltag des Jahres 2025, welchen die Neustädterinnen am kommenden Samstag um 15 Uhr im heimischen Sportforum bestreiten. Das Ziel bzw. oberster Punkt der Agenda sollte für alle klar sein.
Für den HC Sachsen spielte:
F. Grünberger (Tor), L. Röllig (Tor), J. Schöne (Tor), M. Pietsch (2/2), A. Dudas (2), L. Schattner, E. Kreisch (2), F. Ullmann, R. Cembranos Bruzon, L. Mosig (2), F. Storm (3), L.M. Müller (8/1)
