Am Sonntag ging es für unsere Männermannschaft im ersten Heimspiel der Regionsligasaison um Punkte. Der heutige Gegner hatte seine erste Partie gewinnen können und so war das Ziel klar. Nämlich die Punktausbeute gegen die Gäste aus Dippoldiswalde und Ruppendorf auszugleichen.

Das Unterfangen begann durchaus zufriedenstellend für die Gastgeber, denn die Führung, welche die Gäste zum eins zu eins noch ausglichen, wurde ab da konsequent ausgebaut. In der Abwehr diszipliniert und vom Torhüter stark unterstützt, im Angriff konzentriert, ging der Vorsprung bis auf 9:3 nach oben. Dieser Zwischenstand markierte die erste Sechs-Tore-Führung im Spiel. Zwar kamen die Gäste noch einmal auf 10:6 heran, doch die Hausherren blieben voll im Fokus und schlugen ihrerseits zurück. Beim 14:8 war der alte Abstand wieder hergestellt. Da man ein weiteres Mal treffen konnte, machten sich die HCS’ler mit einem Sieben-Tore Polster auf den Weg in die Kabine. Geradezu euphorisch muss sich diese erste Heim-Halbzeit in der höheren Liga angefühlt haben.

Handball mit Euphorie war dann auch das Motto der ersten Minuten, denn Stefan Karsch legte gleich noch ein Tor drauf. Allerdings ging das Spiel den Männern jetzt nicht mehr so gut von der Hand. Die nun wieder Mut schöpfenden Gäste kamen Tor um Tor heran, sodass die Bank des HCS nur mit einer Auszeit reagieren konnte. Diese zeigte verzögert Wirkung, denn nach einem weiteren Gegentor fing sich die Zinke-Sieben wieder und arbeitete weiter am Unterfangen Heimsieg. Spätestens als Sandro Lietze mit seinem wohl schönsten Karrieretor bis jetzt, zum 21:16 lang oben einschweißte, hatten die Zuschauer Hoffnung die Vorentscheidung erlebt zu haben. Aber weit gefehlt, denn auch die Ruppendorfer und Dippoldiswalder gaben nicht auf. Als bei 57:00 der Linksaußen der Gäste scheiterte, dachte man endgültig, dass die zwei Punkte wohl in Neustadt bleiben würden. Aber auch hier hatte man die Rechnung wieder ohne die Beteiligten gemacht, denn im Angriff wurde man, wie ohnehin schon, sehr fahrig und präsentierte den Gästen das Spielgerät als freundliches Geschenk. Diese nahmen die Kontrahenten unserer Jungs dankend an und verwandelten sieben Sekunden vor Schluss zu  Ausgleich. Sofort wanderte die grüne Karte zum Zeitnehmertisch. Der letzte Angriff war besprochen und der Anpfiff hallte durch die Spielstätte. Nick Knoden tippte Richtung Tor und wurde gefoult. Der fällige Freiwurf soll schnell ausgeführt werden und der Gästespieler steht vor Nick Knoden und reißt die Hände nach oben. Darf er das? Nein darf er nicht. Außerdem gibt es in den letzten 30 Sekunden des Spiels dafür einen Strafwurf für die benachteiligte Mannschaft. Den Ball nahm sich Toni Knoden. Spannung in der ganzen Halle. Wurf, Tor, Eskalation. So sicher muss man in der Situation erst einmal treffen. Toni Knoden bescherte den Männern so den Doppelpunktgewinn und ein ausgeglichenes Punktekonto.

Zusammenfassend muss man sagen, dass man sich das Leben unnötig selbst schwer machte, aber zum Glück trotzdem erfolgreich war. Nächste Woche sind die HCS-Männer bei der zweiten Mannschaft des TSV Radeburg gefordert. Anwurf ist am Samstag 17 Uhr.

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