Wie verhext - Männer verlieren erneut mit einem Tor

Am Sonntag machten sich die HCS-Männer auf den Weg ins ferne Priestewitz, um auf den HSV Weinböhla zu treffen. Die ersten Hiobsbotschaften erreichten die Männer schon vor Abfahrt, denn drei Akteure meldeten sich mit Fieber krank. So wurden aus acht Feldspielern und zwei Torleuten, fünf Feldspielern, ein spielender Torwart und ein haltender Torwart. Doch in schweren Zeiten hilft man sich, also machten John Kretzschmar und Leon Rennert ein Mitwirken möglich. Letzterer hatte seine Handballschuhe zuletzt als Jugendspieler geschnürt. Mit dieser äußerst komfortablen Personalsituation ging man also in die Partie.
 
Das Spiel begann und dies ließ sich aus Sicht des HCS durchaus gut ansehen. In der Abwehr äußerst aufmerksam, schaffte man es, den gegnerischen Angriff vor einige Probleme zu stellen und nur ungünstige Würfe zuzulassen, welche dann häufig pariert werden konnten.
Konsequent wurde der Kreisläufer ordentlich übergeben und sich bietende Räume zugestellt. Das war richtig stark.  Auf der anderen Seite des Spielfelds taten sich die Neustadt-Sebnitzer allerdings ziemlich schwer zum Erfolg zu kommen. Teils zu hastig im Abschluss, teils zu ungenau in selbigem büßte man die Führung aus dem Anfang der Begegnung ein, blieb aber am Gegner dran, was aufgrund der zahlenmäßigen Situation schon eine bemerkenswerte Leistung war. Zum Pausentee summte die Hallenuhr beim Stand von 10:8 für die Weinstädter.
 
Mit zwei Toren in Folge von Nick Knoden, welcher am Ende mit 12 Treffern bester Werfer war und Nico Mahler glichen die Gäste die Partie wieder aus. Bis zum 13:13 blieb die Angelegenheit spannend und auf Augenhöhe. Dies veranlasste den heimischen Coach sein zweites Team-Timeout zu nehmen. In der Folge sah es so aus, dass nun der zu erwartende Verlauf eintritt. Ein 5:0 Lauf der Gäste machte, bei dieser geringen Toranzahl, das Spiel eigentlich zu. Doch es war wieder wie so oft. Der Kampfeswille der Gäste, hier nicht untergehen zu wollen, erwachte und so starteten die von Sven Geißler gecoachten Gäste eine Aufholjagd. Vier Tore gelangen den dezimierten HCS’lern in Folge. Das führte dazu, dass doch noch die Chance bestand, etwas Zählbares mitzunehmen. Selbst zwei Chancen das Spiel endgültig zu sichern vergaben die Hausherren, indem sie einmal freistehend und einmal vom Punkt am Torhüter scheiterten. Leider gelang es nicht, noch ein Tor zu erzielen, was final die 19:18 Niederlage bedeutete.
 
Es lässt sich sagen, dass die Jungs aus diesem Auftritt viel Kraft ziehen müssen, denn unter der gegebenen Situation machte die Mannschaft besonders in der Deckung ein herausragendes Spiel. Daraus sollte man Kraft ziehen, um am kommenden Wochenende gegen die SG Weixdorf endlich wieder zu punkten.